Elegante Jäger der Lüfte

Falken, Adler, Uhus ... Falkner Dirk von Bargen und seine Greifvögel

02.08.2012

 

 

 

 

 

 

Der Handschuh ist ein Muss. Steppenadler Kimberley breitet ihre Schwingen aus und Dirk von Bargen lässt Vorsicht walten. 

 

Mit lautem Kreischen macht  Erna auf sich aufmerksam. Was fällt Herrchen Dirk von Bargen bloß ein, sich erst um Uschi zu kümmern?  Erna und Uschi sind Europäische Uhus und leben mit 35 weiteren Greifvögeln,wie  Steinadler, Uhus, Milan, Mäusebussarde sowie Lanner-, Saker und Wanderfalken, auf dem Adler & Jagdfalkenhof in Werchow.


Eine Horde Frettchen gehört ebenfalls dazu. Erna muss sich noch etwas gedulden,denn Dirk von Bargen weiß, dass all seine Tiere das morgendliche Begrüßungsritual genießen. Sauber machen und wenn es heiß ist, Badebecken aufstellen. Neugierig wird er von seinen Schützlingen beobachtet.


Das sind auch für den langjährigen Falkner immer noch schöne undergreifende Momente. Bereits in frühester Kindheit hat er seine Liebe zuden Tieren entdeckt, hat einen Bussard und einen Turmfalken aufgepäppelt, besaß etliche Tauben und Schafe. Fasane ergänzten den damaligen Tierbestand in Calau.Die Futterbeschaffung per Moped gestaltete sich immer schwieriger, das Grundstück in der Bahnhofstraße 23 in Werchow rückte immer weiter in den Fokus. In der Calauer Schweiz hat Dirk von Bargen und seine Familie das Zuhause gefunden, in dem er sein Hobby zum Beruf machen konnte.


Was reizt ihn an der Falknerei? In erster Linie Erhaltung und Pflege der Beizjagd als wertvolles Kulturgut. Sie ist die natürlichste und umweltschonendste Jagdart. Greifvögel sind Leistungssportler, sie brauchen Bewegung, sonst verlernen sie das Jagen. Um das zu verhindern hat Dirk von Bargen sich darauf eingestellt. Täglich findet die Flugschule statt. Die meisten Wochenenden sind für Flug-Veranstaltungen verplant. Wer den Adler- und Falkenhof „Zur CalauerSchweiz“ kennen lernen möchte, hat dazu an jedem ersten Wochenende im Monat ab 14.00 Uhr Gelegenheit. 

 

Elke Dümke

 

Info:

Der Adler- und Jagdfalkenhof zur Calauer Schweiz von Dirkvon Bargen befindet sich im Calauer Ortsteil Werchow, in der Bahnhofstraße 23. 


Mobil: 0172 / 35 72 180

 

Der Adler und Jagdfalkenhof zur Calauer Schweiz bietet Falknerlehrgänge an. Er dient der Vorbereitung auf die Falknerprüfung. Hauptanliegen ist dabei Ihre bestandene Falknerprüfung.

 

Doch ebenso wichtigist es, verantwortungsbewusste Falkner auszubilden!

 

Achtung:
Teilnehmen am Falknerkurs kann jede(r) Interessierte, doch zur Prüfung wird nurzugelassen, wer vorher die (eingeschränkte oder normale) Jägerprüfung bestandenhat!

 

Flugshows

 

Jedes erste Wochenende (Sonnabend und Sonntag) ist 14.00 Uhr Einlass auf dem Adler- und Jagdfalkenhof. 15.00 Uhr beginnt die Flugshow. Kaffee und Kuchen erwarten die Gäste.

Calauer Heimatstammtisch bei der Falknerei in Werchow

Erstellt am Mittwoch, 22. Oktober 2008 00:00Zugriffe: 1080

FOTO: Respektvoll betrachten die zahlreichen Besucher des 93. Calauer Heimatstammtisches den Steinadler auf der Faust des Falkners Dirk von Bargen. Foto: Stephan Uhlig

Dirk von Bargen begeistert die Besucher mit einer Flugschau

CALAU. Der 93. Stammtisch des Calauer Heimatvereins hat diesmal an der frischen Luft stattgefunden. Mehr als 100 Besucher ließen sich in Werchow eine Falkner- und Flugschau mit anschließender Führung auf dem Gelände des „Adler- und Falkenhofs zur Calauer Schweiz" bei Dirk von Bargen nicht entgehen.
„Das ist eine sehr schöne Veranstaltung, die der Heimatverein wieder organisiert hat. Die große Resonanz zeigt, dass es die Leute interessiert", sagte Wolfgang Kwapil aus Calau. Über den großen Zuspruch freute sich auch Matthias Nerenz vom Calauer Heimatverein, von dem die Initiative ausging: „Dass es interessant sein wird, hatte ich erwartet. Dass es aber so viele Menschen herlockt, haut mich fast um", so der Organisator.
Gastgeber Dirk von Bargen präsentierte in der Flugschau nicht nur den Bussard, Falken oder einen Uhufalken, sondern erklärte zu jedem Tier die Besonderheiten und Eigenschaf
ten. Als die Greifvögel zum Flug abhoben, ging meist ein Raunen durch die große Runde.' „Ich habe mächtig den Kopf eingezogen, als der Falke mit seinen Schwingen angeflogen kam", sagte Christiane Starke aus Auma in Thüringen. Sie war mit ihrer Familie zu Besuch in Calau und wollte bei diesem Ereignis unbedingt dabei sein. „Es ist faszinierend, wie die Vögel gehorchen und was der Falkner über die Tiere weiß." „Solche Vögel haben schon einen besonderen Reiz, und man muss mit ihnen wohl auch sehr vertraut sein. Ich finde es schön, dass wir jetzt einen Falkner quasi vor der Haustür haben", erzählte Jürgen Scharf.
Auf den Hinweis, dass es in Brandenburg nur 20 Falkner gibt und Nachwuchs rar ist, erkundigte sich Bärbel Frenzel aus Vetschau, welche Voraussetzungen ein Jugendlicher dafür mitbringen muss. „Ich habe da an unseren Enkel gedacht. Vielleicht interessiert er sich einmal dafür", sagte Bärbel Frenzel. Diesen Weg beschritt Tracie Braschoß. Sie assistierte Dirk von Bargen und hatte eine geübte Hand. „Ich bin in der Ausbildung zur Tierpflegerin mit dem Spezialgebiet Greifvögel. Die Berufsschule besuche ich in Berlin, und das Praktikum habe ich auch schon im Tierpark oder im Zoo gemacht. Aber das hier ist etwas ganz Besonderes", sagte Tracie Braschoß.
Gastgeber Dirk von Bargen erklärte, dass die Falknerei eine Jagdform ist und dass die Tiere entsprechend artgerecht gehalten werden. Flugschauen dienen in erster Linie als Training für die Greifvögel, damit sie ihren natürlichen Jagdinstinkt behalten. „Bei Stadtoder Dorffesten kann ich auf einer Wiese arbeiten", sagte der Gastgeber. Und auf die Frage, ob er am Calauer Stadtfest teilnehmen würde, ergänzte er: „Ich bin zwar noch nicht angesprochen worden, aber eine solche Flugschau könnte ich auch in der Cottbuser Straße vorführen". Stephan Uhlig

Quelle: Lausitzer Rundschau

Lübben 21. Oktober 2010, 00:00 Uhr

Vom Werchower Falkner und den Königen der Lüfte

Bei trockenem Wetter nächste Vorführung am nächsten Sonntag

WERCHOW Im Europapark Rust und bei den Störtebeker-Festspielen begeistern sie bereits ein tausendfaches Publikum. Die Rede ist von Adlern, Falken oder Eulen, die mit ihrer Luftakrobatik und den Gehorsam ihren Haltern gegenüber bestechen. Dank eines Dirk von Bargen kann die Faszination, die von trainierten Greifvögeln und ihren Besitzern ausgeht jetzt auch in Werchow bewundert werden.

Züchter Dirk van Bargen. Foto: Uwe Hegewald/uhd1Foto: Uwe Hegewald/uhd1Bereits als Sechsjähriger war Dirk von Bargen von der Spezies Vogel angetan. Brieftauben lösten bei ihm Bewunderung aus, ihre Navigationsfähigkeit, Einsatzvielfalt und Schnelligkeit weckten sein Interesse. Möglicherweise hätte es der Werchower zu einem erfolgreichen Brieftaubenzüchter gebracht, wären da nicht die Greifvögel gewesen, die als natürliche Feinde noch eleganter und schneller unterwegs waren.Vier Jahrzehnte später ist Dirk von Bargen einer von 17 organisierten Falknern im Land Brandenburg. »Es ist ein langer finanzieller Weg, der zudem sehr viel Zeit einfordert«, blickt der 46-Jährige zurück. Die in den 1990er-Jahren absolvierte Falknerprüfung und ein Jagdschein mündeten in den Vorsatz, noch mehr Kraft in das Hobby zu investieren. Mit seinen Jagdvögeln ist er landesweit unterwegs, unterhält das Publikum auf Stadt-, Vereins- oder Familienfesten.Kaiserwetter begleitete jetzt das jüngste Heimspiel der Könige der Lüfte. Dirk von Bargen und Lebensgefährtin Tracie Braschosz öffneten den Adler und Jagdfalkenhof Calauer Schweiz, auf dem bis zu 30 Greifvögel leben. »Hierbei handelt es sich ausschließlich um reine Zuchttiere. Kein Vogel ist der Natur entrissen worden«, versichert von Bargen und erklärt das Phänomen, warum die Tiere immer wieder auf den Handschuh der Falkner zurückehren: »Wir binden die Vögel an uns, indem wir ihnen immer wieder die Freiheit geben.« Es empfiehlt sich, Flugshows etwa eine halbe Stunde vor Beginn zu besuchen. Eine gepflegte Anlage mit gehobenem Tierparkcharakter (es gibt auch Hühner, Katzen, freilaufende Kaninchen und Wildenten zu entdecken) lassen die Zeit im Fluge vergehen. Über die Köpfe der Zuschauer gleitende Adler, Eulen und Falken lassen das Erlebnis Greifvögel hautnah werden.Die sich daraus ergebenen Fragen beantwortet der Werchower Falkner mit Detailwissen. Im Schatten des Spreewaldes und Seenlandes leben wir in einer Tourismusregion, die durch unseren Adler und Jagdfalkenhof Bereicherung findet, sagt Falknerin Tracie.Am kommenden Sonntag, 24. Oktober (Einlass 14 Uhr) öffnet der Hof unweit der Dorfaue ein zweites Mal. Dann auch wieder mit dem ausgebüchsten Sakerfalken. Das mit Peilsender bestückte Tier hatte sich zuletzt unter Wehklagen des Publikums von der Vorführung davongestohlen und sich bis zum späten Nachmittag sprichwörtlich einen Ausflug gegönnt.